Saisonware ist die einzige Kategorie mit einem harten Verfallsdatum. Weihnachtsartikel verlieren am 25. Dezember schlagartig ihren Wert, Osterware Ende April. Diese Logik verlangt eine andere Herangehensweise als Ganzjahressortimente.
Der wichtigste Hebel ist der Kalender. Wer Ordertermine, Lieferfenster und Reduzierungsstufen schriftlich fixiert, arbeitet in dieser Kategorie deutlich profitabler als jemand mit besserem Sortiment und schlechterem Timing.
Der Saisonkalender im Einzelhandel
Diese Peaks strukturieren das Handelsjahr in Deutschland.
- Weihnachten: größter Peak, Verkaufsstart häufig ab Oktober
- Ostern und Frühling: zweitgrößter Block, kurzes Fenster
- Muttertag und Valentinstag: kurze, intensive Anlässe
- Halloween und Herbst: wachsend, stark regional geprägt
- Sommer und Urlaub: lang, aber wetterabhängig
Mengen realistisch planen
Planen Sie Saisonware nie mit voller Abverkaufsquote. Setzen Sie ein realistisches Ziel und kalkulieren Sie den Rest zu reduzierten Preisen. Diese Rechnung entscheidet darüber, ob Ihre Saison profitabel ist.
Nutzen Sie Vorjahreszahlen, sofern vorhanden. Ohne Historie gilt: lieber zu wenig ordern und die Nachfrage dokumentieren, als Restbestände über ein Jahr zu lagern.
Reduzierungsstufen vorher festlegen
Definieren Sie vor Saisonbeginn, wann Sie in welchen Schritten reduzieren. Emotionale Entscheidungen im laufenden Geschäft führen fast immer zu spät zu Reduzierungen – und damit zu höheren Verlusten.
Saisonmarken auf Faire finden
Prüfen Sie Lieferfenster vor allem anderen. Eine perfekte Kollektion, die zu spät eintrifft, ist wertlos. Achten Sie außerdem auf überjährig verwendbare Artikel, die das Restbestandsrisiko senken.
Verfügbare Marken und Lieferbedingungen sehen Sie nach der kostenlosen Registrierung.