Großhandel für Kleidung: Größenläufe, Order-Rhythmus und Risiko

Bekleidung ist die anspruchsvollste Einkaufskategorie: Größen, Saisons und Trendrisiko treffen auf hohe Kapitalbindung.

In drei Schritten zur ersten Bestellung

  1. 1. Kostenlos registrieren

    Gewerbenachweis oder Steuernummer bereithalten – die Anmeldung dauert rund zwei Minuten und ist für Einzelhändler gratis.

  2. 2. Sortiment prüfen

    Einkaufspreise, Mindestbestellwerte und Lieferzeiten werden erst nach der Anmeldung im Markenprofil sichtbar.

  3. 3. Erstbestellung auslösen

    Mit einer kleinen Testbestellung starten, Abverkauf messen und erst danach die Menge erhöhen.

Schritt 1 starten: kostenlos registrieren

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Wer Kleidung im Großhandel einkauft, entscheidet über Farben, Passformen und Mengen, bevor die Saison beginnt. Falsche Entscheidungen zeigen sich erst Monate später – und lassen sich dann nur noch über Reduzierungen korrigieren.

Dieser Leitfaden beschreibt die Mechanik des Bekleidungseinkaufs: Größenläufe, Order-Rhythmen, Kalkulation und die Kriterien für die Auswahl von Modemarken.

Vororder, Nachorder, Sofortware

Die Vororder ist die klassische Bestellung lange vor der Saison – planbar für die Marke, riskant für Sie. Die Nachorder erfolgt während der Saison auf Basis echter Abverkaufsdaten. Sofortware ist sofort lieferbare Lagerware ohne Vorlauf.

Für kleine Händler ist ein hoher Anteil an Nachorder und Sofortware wirtschaftlich deutlich sicherer. Digitale Marktplätze haben genau hier ihre Stärke, weil sie kurzfristige Nachbestellungen außerhalb klassischer Ordertermine ermöglichen.

Größenläufe planen

Die Größenverteilung folgt einer Glockenkurve mit Schwerpunkt in den mittleren Größen, weicht aber je nach Standort und Zielgruppe deutlich ab. Starten Sie mit einer Standardverteilung und korrigieren Sie nach der ersten Saison anhand Ihrer eigenen Zahlen.

Wichtiger Grundsatz: lieber wenige Modelle mit vollständigem Größenlauf als viele Modelle mit Lücken. Ein Modell ohne passende Größe verkauft sich nicht, belegt aber Fläche.

Sortimentsstruktur: Grundlast und Saison

Teilen Sie das Budget in Grundlast, Saisonware und Testartikel. Die Grundlast trägt den Umsatz über Monate, die Saisonware erzeugt Aktualität, die Testartikel liefern Erkenntnisse für die nächste Order.

  • Grundlast: zeitlose Modelle, ganzjährig verkäuflich
  • Saisonware: Trendfarben und Neuheiten mit festem Abverkaufsfenster
  • Testware: neue Marken und ungewöhnliche Teile in kleiner Menge

Kalkulation mit realistischer Abverkaufsquote

Rechnen Sie nie mit vollständigem Abverkauf zum Vollpreis. Eine Mischkalkulation aus Vollpreis, Reduzierung und Abschreibung zeigt, ob eine Kollektion wirtschaftlich war. Berücksichtigen Sie außerdem Versandkosten und Personalzeit für Wareneingang und Auszeichnung.

Modemarken auswählen

Prüfen Sie Passformkonsistenz über Kollektionen, Nachorderfähigkeit, Qualität der Produktbilder und Lieferfenster. Konkrete Marken, Preise oder Mindestbestellwerte nennen wir nicht – diese Angaben sehen Sie nach der kostenlosen Registrierung im jeweiligen Markenprofil.

Bereit, Lieferanten zu vergleichen?

Sortimente, Konditionen und Mindestbestellwerte der einzelnen Marken werden nach der kostenlosen Registrierung sichtbar.

Kostenlos bei Faire registrieren

Die Registrierung für Einzelhändler ist kostenlos. Partnerlink.

Häufige Fragen

Wie viele Modelle sollte ich pro Saison ordern?
Lieber wenige Modelle mit vollständigem Größenlauf als viele mit Lücken. Tiefe entsteht später über Nachorder.
Ist Sofortware teurer als Vororder?
Konditionen variieren je Marke. Der Vorteil der Sofortware liegt im geringeren Planungsrisiko, nicht zwingend im Preis.
Wie plane ich Größenverteilungen?
Mit einer Standardverteilung starten und nach der ersten Saison auf Basis eigener Abverkaufsdaten anpassen.
Brauche ich Messebesuche für den Modeeinkauf?
Sie sind hilfreich für Kernmarken, aber nicht zwingend. Nachorder und Tests laufen zunehmend über Marktplätze.

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